Passagier in der Lufthansa First Class Kabine mit Champagner und iPad-Preisvergleich für Flüge von Frankfurt nach New York.
Meilen

Das Meilen-Paradoxon: Warum Einlösungen trotz hoher Gebühren jetzt boomen

Travelhacks Autor Dominik

Dominik

calendar_today vor 1 Tagschedule 3 Min.

Es klingt im ersten Moment völlig wahnsinnig: Die Airlines schrauben die Treibstoffzuschläge massiv nach oben, die Verfügbarkeiten wirken oft wie ein Glücksspiel, und trotzdem sage ich euch: Meilen sammeln war selten so wertvoll wie heute. Ich beobachte den Markt seit Jahren, aber die aktuelle Dynamik ist selbst für mich ein Novum. Wir stecken in einer Situation, in der globale Krisen und steigende Kerosinpreise die Cash-Preise für Langstreckenflüge in absurde Höhen treiben. Wer heute spontan in der Business Class nach Asien will, muss oft den Gegenwert eines Kleinwagens auf den Tisch legen. Und genau hier schlägt die Stunde unserer heißgeliebten Meilen.

Die nackten Zahlen: Wenn die Economy zum Luxuspreis wird

Schaut euch mal die Preise nach Bangkok oder Singapur an. Wer nicht gerade 30 Stunden mit zwei Stopps in der Wüste verbringen will, zahlt für ein Economy-Ticket locker 1.200 bis 1.500 Euro. Das ist der Preis, für den wir früher fast Business Class geflogen sind!

Hohe Flugpreise für Business Class Tickets nach Bangkok.

Wer heute Cash zahlt, verliert – die Preise für Premium-Kabinen sind explodiert. TRAVELHACKS

Noch heftiger wird es in der Business Class. Unter 3.500 bis 4.000 Euro geht auf den Premium-Routen nach Fernost fast nichts mehr. Hier zeigt sich das Paradoxon: Ja, die Zuzahlungen bei Miles & More sind gestiegen und liegen bei Lufthansa-Metallen nun oft bei über 600 Euro pro Strecke. Aber im Verhältnis zu einem 4.500 Euro Ticket ist der "Gegenwert", den ihr pro Meile erzielt, massiv nach oben geschossen.

Meilen-Grundlagen für den Start

Strategien gegen den Gebühren-Frust

Ich bin ehrlich: Niemand zahlt gerne 1.300 Euro "Steuern und Gebühren" für einen Prämienflug. Aber wir müssen strategisch denken. Wenn ich für 150.000 Meilen und 1.300 Euro ein Ticket bekomme, das regulär 5.000 Euro kostet, erziele ich immer noch einen Netto-Gegenwert von über 2,4 Cent pro Meile. Das ist phänomenal.

Wer die hohen Zuzahlungen dennoch scheut, sollte seinen Blick weiten. Hier kommen meine Lieblings-Alternativen:

  • Singapore Airlines KrisFlyer: Wenn ihr über American Express Membership Rewards transferiert, könnt ihr die massiven Zuschläge der Lufthansa Group oft umgehen. Singapore Airlines gibt den Großteil der Treibstoffzuschläge nicht an die Kunden weiter.
  • Thai Airways via Miles & More: Ein echter Sweetspot! Die Verfügbarkeiten im Sommer sind aktuell überraschend gut, und die Zuzahlungen liegen mit ca. 350 Euro deutlich unter dem Lufthansa-Niveau.
  • Flying Blue: Die monatlichen Angebote sind oft der Retter in der Not.

Aktuelle Flying Blue Sweetspots entdecken

Der ultimative Hebel: First Class zum Schnäppchenpreis

Wenn wir über das Paradoxon sprechen, dürfen wir die First Class nicht vergessen. Ein Ticket nach Hongkong für 10.000 Euro? Völliger Wahnsinn. Aber wer 200.000 Meilen einsetzt und 1.500 Euro Gebühren zahlt, fliegt für einen Bruchteil des Preises. Der rechnerische Wert der Meile klettert hier auf 4 bis 5 Cent. Das ist der Moment, in dem sich sogar der gezielte Zukauf von Meilen oder das aggressive Sammeln über Aktionen richtig lohnt.

Lufthansa First Class Terminal Frankfurt Eingang Exklusiv

Der Goldstandard: Mit Meilen ins First Class Terminal, während andere 10.000€ für das Ticket zahlen.

Review: So ist es im First Class Terminal wirklich

Mein Fazit: Nicht jammern, sondern optimieren

Ja, die Zeiten der "Fast-Geschenkt-Flüge" für 50 Euro Steuern sind bei Lufthansa vorbei. Aber durch die explodierenden Cash-Preise ist die Meile als Währung härter und wertvoller denn je. Wer jetzt clever kombiniert – vielleicht noch schnell die Amex Platinum nutzt, bevor sich dort die Bedingungen ändern – lacht am Ende über die hohen Flugpreise.

Wichtige News zum Amex Lufthansa Zugang

Wie seht ihr das? Habt ihr trotz der hohen Zuschläge zuletzt einen Meilen-Flug gebucht, oder schrecken euch die Gebühren mittlerweile zu sehr ab?

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